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Damit Sie sicher wohnen können

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Kompetent in Sachen Einbruchschutz“…
„Einbruch leicht gemacht…“
„Dem Einbrecher Tür und Fenster geöffnet…“



Alle 3 Minuten ein Einbruch in Deutschland in die Wohnung oder das Eigenheim! Das ist zwar Statistik und ein Durchschnittswert, aber wenn erst einmal die eigene private Sphäre von „ungebeteten Gästen“ heimgesucht wurde, ist häufig die Seele mehr geschädigt und der psychische Schaden größer, als der materielle Verlust.

So gibt es leider diverse Beispiele für langjähriges Leiden unter Schlaflosigkeit, Angstattacken und Verlust von Vertrauen bei Geschädigten.
Soweit müsste es aber gar nicht erst kommen, wäre doch rechtzeitig auf die Sicherheitsausstattung der Fenster und Türen geachtet worden! Warum ist ein gewisser mechanischer Einbruchschutz nicht eigentlich Standart bei den angebotenen Fenstern und Türen!?
Nun, Qualität hat seinen Preis! Und so kosten natürlich sicherere Fenster- und Türelemente mehr Geld. Allerdings im Verhältnis zu den Folgen eines Einbruches stehen diese Kosten in keinem Verhältnis.

Rat und professionelle Hilfe sowie Baubetreuung erhalten Sie bei Mitgliedern des Netzwerkes der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle des Landeskriminalamtes Hamburg, LKA 123.

Laut Statistiken der Polizei Köln und Bayern geschehen die meisten Einbrüche am Haus oder der Erdgeschosswohnung an Fenstern bzw. durch Terrassen- oder Balkontüren und an der Wohnungseingangstür in Mehrfamilienhäusern. Dieses geschieht häufiger am Tag und in den frühen Abendstunden!

Die Schäden, wie zerbrochene Beschläge, Rahmen und manchmal Gläser entstehen in ca. 80 % der Fälle durch Aufhebeln.

Nun gilt es in erster Linie sowohl leicht zugängliche Balkon- und Terrassentüren als auch die Haus- und Wohnungseingangstüren, sowie die Fenster mechanisch zu verbessern, so dass ein möglicher Einbruchsversuch so lange dauert, dass der Täter befürchten muss, erkannt zu werden.

Die wichtigste und kostenlose Maßnahme ist natürlich die Fenster und Türen verschlossen zu halten. Eingangstüren immer zweimal umschließen! Nur wenn der Bewohner alle Öffnungen der Fassade im Blick hat, dürfen die Fensterflügel gekippt oder geöffnet sein. Soweit abschließbare Fensteroliven vorhanden sind, sollten diese bei geschlossenen Fenstern/ Fenstertüren unbedingt auch verschlossen werden! Einfache geprüfte und zertifizierte, einbruch-hemmende Nachrüstprodukte können die Sicherheit wesentlich steigern.
Wenn die Beschläge der Fensterflügel nur die leicht zu überwindenden „Rollenzapfen“ haben, sollte der Tischler nach Umrüstung der Beschläge mit umlaufenden „Pilzkopfzapfen“ gefragt werden! Die Pilzkopfzapfen verankern sich beim geschlossenen Fensterflügel fest in den Fensterrahmen und lassen sich nicht so einfach aufhebeln.
Auch die Verglasung sollte mit mindesten einem „durchwurfhemmendem“ Glas in der Qualität „A3“ und verschraubten bzw. eingeklebten Glasleisten umgetauscht werden. Und wenn die Verglasung ausgetauscht werden soll, bitte gleich den Wärmeschutz optimieren, damit die Heizkosten nicht davonlaufen.

Haus- und Wohnungseingangstüren sollten an der Schlossseite eine dreifache Verriegelung mit durchgeschraubtem Sicherheitsschutz-Beschlag mit stabilem Einsteckschließzylinder mit Aufbohr- und Ziehschutz und langem Winkelschließblech besitzen. An der Bandseite sollten stabile Bändersicherungen die Bänder verstärken. Neuerdings gibt es praktische sichere Mehrfachverriegelungen mit „Selbstverschluß-Funktion“ für Eingangstüren. Diese Beschläge verschließen die Tür automatisch 3-fach beim einfachen schließen ohne zusätzliche Schlüsselbetätigung.

„WK2“ ist das Zauberwort für die Qualitätsanforderung an neue Fenster und Türen – aber nach „DIN V EN 1627“ und mit ausreichend stabiler Verschraubung der Fenster- oder Tür-Elemente in der Rohbauöffnung des alten bzw. neuen Hauses. Das bedeutet, es sollten z. B. stabile Edelstahl-Anker alle 40 cm den Fensterrahmen mit dem Mauerwerk der Rohbauöffnung mit Schrauben und Dübeln verbinden.

Bei neuen Fensterelementen sind die Kosten für eine „WK2“-Sicherheits-Qualität ca. 30% höher - ein Einbruch kostet mehr: Ärger und lange Zeit Angst sowie materieller Verlust….

Wenn die Fenster nicht erneuert werden können oder eine Umrüstung der Beschläge und Verglasungen zu aufwendig wäre, gibt es für den Altbaubestand und die Mietwohnung im Fachhandel spezielle Sicherheitsbeschläge, die auf Tür- oder Fenster-elemente nachträglich montiert werden können. Das sieht in der Regel nicht schön aus, bietet aber Schutz. Es gibt verschiedene Fabrikate, hier geben die Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen der Bundesländer sowie Tests Antworten auf die Frage, „was ist hier bei mir die richtige Wahl?“ Auch beim sicherheitstechnischen Zubehör ist auf die „DIN-Klasse“ und eine „RAL-Zertifizierung“ zu achten.

Also gleich die vorhandenen Fenster und Türen überprüfen und ggfs. fachlichen Rat einholen – ein höheres Maß an mechanischer Sicherheit gibt ein gutes Gefühl!

Auch wirkt Kunstlicht an der Fassade des Hauses abschreckend und bei entsprechender Wahl der Leuchten auch dekorativ. Dabei sollte keine Blendung entstehen und die Kabel und Leuchten so verlegt sein, dass sie nicht ohne weitere Anstrengungen zu erreichen sind. Bewegungsmelder so angebracht, dass nicht jeder Spaziergänger auf der Straße die „Flutlichtanlage“ einschaltet, leisten gute Dienste.

Eine Alarmanlage ersetzt keine mechanische Sicherheit, hat aber abschreckende Funktion. Wenn sie gewünscht oder von der Versicherung vorgeschrieben wird, empfiehlt sich eine Anlage nach dem Prinzip der Außenhautüberwachung. Dazu gehören an jedem Fenster Glasbruchmelder - z. B. als kaum sichtbare in das Glas integrierte „Alarmspinne“ - und Kontakte die auf Öffnung und Verschluss überwachen.
Jede Eingangstür sollte mit automatischen Riegel-kontakten versehen sein und eine Fehlbedienung der Anlage durch richtige Planung und Ausführung weitestgehend ausgeschlossen werden.

Richtig und konsequent betrieben sollte die Alarmanlage auf einen ständig besetzten Wachdienst und in besonderen Fällen die Polizei aufgeschaltet sein. Die Kosten – meist im fünfstelligen Bereich - richten sich nach der Anzahl der Fenster und Türen sowie der Räume und nach der Möglichkeit der Kabel-Verlegung im Neubau, Umbau oder bei der nachträglichen Installation.
Errichter von Alarmanlagen sollten die VdS-Zulassung haben (VdS Schadenverhütung, Verband der Sachversicherer), eine Liste der Errichter gibt es auch bei der Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen der Landeskriminalämter oder im Internet.

Für Hamburg: in der Caffamacherreihe 4, 20355 Hamburg. Einen Termin zu einer persönlichen Beratung können Sie unter Tel, 040 4286 712-80/-81 vereinbaren.


Autor: Jan Cousin Architekt, Mitglied im Netzwerk sicheres Wohnen der Polizei Hamburg